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Eine herbstliche Felsbepflanzung, bei der die Kaskadenform eines Chinesischen Wacholders mit einem Ibigawa-Stein verbunden wird. Die Wahl der Vorderseite des Steins, das Größenverhältnis zum Baum, die Entscheidung, Äste zu Totholz (Jin) zu gestalten — den Prozess, in dem zwei Materialien die Schönheit des jeweils anderen hervorlocken, gehen wir gemeinsam mit Koji Hiramatsu.
Jeder Stein hat eine Vorderseite. Nimm einen Ibigawa-Stein in die Hand, drehe ihn langsam in verschiedene Winkel — welche Seite lädt den Baum ein, welche Seite lässt eine Landschaft entstehen? Die Zeit, in der man dem Stein zuhört, ist der Beginn der Felsbepflanzung.
Das Auswahlkriterium ist «Tiefe und Raum». Die Seite, die visuell Tiefe erzeugt. Die Seite, in der der Baum so sitzt, als käme er aus dem Inneren des Steins hervor. Das ist nichts, was man auf Anhieb sieht — es taucht nach wiederholter Betrachtung des Steins allmählich auf.
Wenn man einen Chinesischen Wacholder anlegt, gibt es nur einen Maßstab. Ist der Baum zu groß, überwältigt er den Ausdruck des Steins; ist er zu klein, behauptet sich nur der Stein. Den Ort zu finden, an dem die beiden Materialien einander zur Geltung bringen — das ist das Wesen der Felsbepflanzung.
Der Winkel, in dem der Baum in der taschenartigen Vertiefung des Steins Platz findet. Das Herabhängen der Kaskadenform, das den Freiraum oberhalb des Steins füllt und dabei die Strenge von Wind und Schnee verkörpert. Wenn die Ästhetik der Komposition und die eigentliche Bedeutung der Baumform zusammenfallen, werden Stein und Baum zum ersten Mal zur «Landschaft».
Die Entscheidung, einen Ast zum Totholz (Jin) zu machen, ist mehr als bloßer Formschnitt. Es ist eine Wahl, um auf das bereits vorhandene alte Totholz des Chinesischen Wacholders zu antworten — damit das Alter des Steins und die Geschichte des Baums miteinander in Resonanz treten.
Was weggeschnitten wird, lässt das Verbleibende aufleuchten. Durch das Schneiden zum Leben erwecken — das stille Paradox des Bonsai zeigt sich auch hier. Felsbepflanzung ist vielleicht die Arbeit, bei der zwei Materialien die «bereits vorhandene Schönheit» des jeweils anderen hervorlocken.
«Wer diese Seite bevorzugt, kann sie zur Vorderseite machen» — bei der Felsbepflanzung gibt es keine einzig richtige Vorderseite.
Den Dialog zu spüren, der zwischen Stein und Baum fließt, und die eigene Landschaft zu entdecken — ich glaube, genau dieser Prozess des Erkundens liegt im Kern dieser Arbeit.
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