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Japanische Schwarzkiefer, Chinesischer Wacholder, Japanische Mädchenkiefer, Dreispitzahorn — gemeinsam mit Toshifumi Sato gehen wir den Weg von der Auswahl beim Kauf bis zu Standort, Gießen sowie dem saisonalen Knospenschnitt und Formschnitt. Alles beginnt damit, den Baum vor sich zu haben und beharrlich weiterzufragen — ein stilles Aufschichten kleiner Dialoge.
Vom ersten Tag des Kaufs an beginnt der Dialog mit dem Baum. Wir prüfen die Blattfarbe, wählen den Standort, gießen — jede einzelne Entscheidung legt sich still aufeinander.
Die Frage ist immer dieselbe: «Was braucht dieser Baum jetzt?» Die Häufigkeit des Gießens, der richtige Zeitpunkt für den Knospenschnitt — alles beginnt hier. Nicht zuerst Regeln lernen, sondern zuerst den Baum beobachten — das ist der Ausgangspunkt von allem.
Japanische Schwarzkiefer, Chinesischer Wacholder, Japanische Mädchenkiefer, Dreispitzahorn. Jede hat ihre eigene Wesenseigenschaft, ihren eigenen saisonalen Rhythmus. Die Japanische Schwarzkiefer lässt uns den Jahresablauf der Pflege — vom Knospenschnitt bis zur Altlaubentfernung — mit dem Körper begreifen. Der Chinesische Wacholder schult das Urteilsvermögen für die Frage: «Wo ist die Baumkraft zu stark?» Die Japanische Mädchenkiefer zeigt durch ihre sommerliche Empfindlichkeit, was oberste Priorität haben muss. Der Dreispitzahorn stellt uns nach dem Laubfall, wenn nur noch das Astgerüst zu sehen ist, leise die Frage: «Was behalten wir, was lassen wir fallen?»
Die Baumart mag wechseln, das Wesen der Frage bleibt. Der Blick, der den Zustand des Baumes liest, wächst Schritt für Schritt in der Auseinandersetzung mit diesen vier Baumarten.
«Kleinere Schalen sind leichter zu pflegen» — das denken viele, die zum ersten Mal einen Bonsai besitzen. Doch das Gegenteil ist wahr. Kleine Schalen trocknen schnell aus, das Risiko von Wassermangel steigt. Größere Schalen speichern mehr Wasser und geben bei gelegentlicher Unachtsamkeit mehr Spielraum.
Nicht «sieht pflegeleicht aus», sondern «passt das zur Baumart?» — selbst in der kleinen Entscheidung der Schalenauswahl lebt der Gedanke, den Baum in den Mittelpunkt zu stellen.
Im Sommer ist dreimal täglich Gießen ein Richtwert. An kühlen oder feuchten Tagen gilt das nicht unbedingt. Auch der Zeitpunkt für den Knospenschnitt oder die Düngung — das Gefühl für «ungefähr so viel» dringt mit den Jahren langsam in uns ein.
Nicht lernen, sondern einziehen lassen. Wenn wir den Baum immer wieder befragen, kommt uns die Antwort vielleicht eines Tages als Empfindung in den Händen zurück.
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