Abmoosen am Japanischen Ahorn #2 – Trennung und Umtopfen

Anfänger: Ayumi Formgebung / Gestaltung

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Einige Monate nach dem Beginn des Abmoosens (Toriki). Die Aufgabe besteht darin, den Momiji (Japanischen Ahorn), dessen Wurzeln ausreichend gewachsen sind, zu trennen und in eine Schale umzutopfen. Mit dem Ziel eines allseitigen Nebari (根張り) werden die Wurzeln geordnet und der Baum eingepflanzt – stets mit der Frage im Sinn, wie der Fuß der 双幹 zur Geltung kommen soll. Die Vorbereitung für diese Entscheidung hatte bereits an jenem Tag begonnen, als das Abmoosen (Toriki) seinen Anfang nahm.

17:54
Ayumi / Uma / Fune
Abmoosen Umtopfen ★★★ Japanischer Fächerahorn Sommer

Die Wurzeln betrachten – und die Zukunft erahnen

Der Moment, in dem man den Topf abnimmt, ist ein Moment der Wahrheit. Seit dem Beginn des Abmoosens (Toriki) sind einige Monate vergangen. Wie weit die Wurzeln gewachsen sind, weiß man erst, wenn man die Erde entfernt.

Nebari (根張り), das sich in alle Richtungen ausbreitet – das ist das Ideal. Doch was heute zu prüfen ist, geht über die bloße Menge hinaus. Welche Wurzeln bleiben, welche werden entfernt? Die Verbindungsstelle der 双幹 soll möglichst sichtbar sein. Wurzeln, die dies verhindern, werden abgeschnitten – selbst wenn sie kräftig sind. Im Kern der technischen Entscheidung steckt der Wille zur Schönheit.

Der Pflanzwinkel – keine Frage allein für heute

Man sitzt vor der Schale und dreht den Baum langsam. Wo liegt die Vorderseite? Wie soll der Charakter der 双幹 zur Geltung kommen? Bis der Winkel bestimmt ist, ruhen die Hände.

Doch diese Frage hatte in Wahrheit schon begonnen, als das Abmoosen (Toriki) seinen Anfang nahm. An welcher Stelle wird das Ring Barking (環状剥離) angesetzt? In welche Richtung sollen die Wurzeln wachsen? Die Entscheidung beim Einpflanzen fällt heute – doch die Antwort darauf hat man sich vor einigen Monaten bereits erarbeitet. Toriki (取り木) ist vielleicht eine Technik, bei der man rückwärts denkt und sich das Ziel vorab vorstellt.

Die Basis neu gestalten

Das Abmoosen (Toriki) ist eine Technik, um „einen Baum, dessen Fuß einem nicht gefällt, von oben neu zu gestalten". Das Nebari (根張り) ist nicht ideal. Doch selbst aus solchem Material lässt sich die Form noch verbessern, wenn man nicht aufgibt. Für jeden Mangel gibt es einen Einstiegspunkt, dem man sich neu stellen kann.

Man füllt die Erde ein, gibt Wasser und stellt den Baum ins Gewächshaus. Die heutige Arbeit endet hier. Doch die Zeit dieses Kaede (楓, Ahorn) hält nicht inne. Man wartet still auf das Erwachen der Knospen im Frühling.

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0 Responses

    1. Thanks for letting us know! Sorry about that — it’s fixed now, please check when you get a chance