Topfauswahl beim Umtopfen

Anfänger: Ayumi Umtopfen — Anwendung

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Nach der Wurzelbehandlung wird der Feuerdorn in eine neue Schale gepflanzt. Oval oder rechteckig, weiß oder zartes Blau — mehrere Schalen werden nacheinander angelegt, die Größe des Baumes bedacht und die Farbe der Herbstfrüchte mitgedacht. So findet sich, ganz allmählich, die eine.

Ayumi / Uma / Fune
Umtopfen Tachibanamodoki Winter

Man weiß es erst, wenn man es hinstellt

Bei der Schalenauswahl versucht man zunächst, die Antwort im Kopf zu finden. Oval oder rechteckig? Weiß oder blau? Doch wenn man den Baum wirklich danebenhält, beginnt diese Berechnung sich Schritt für Schritt zu verschieben.

Man hatte sich für die ovale Schale entschieden — und hält man die rechteckige daneben, spürt man plötzlich: «Die passt auch.» Der Baum vor einem hat mehr zu sagen als die Antwort, die man sich im Kopf zurechtgelegt hat. Das Zögern ist der Beginn der Beobachtung.

Die Schale tritt einen Schritt zurück

Eine Schale zu wählen, die «etwas kleiner als der Baum» ist, dient dazu, den Baum zur Geltung zu bringen. Ist die Schale zu groß, verschwindet der Baum darin. Die Schale ist das Gefäß, das den Baum trägt — sie behauptet sich nicht, sondern steht still an seiner Seite.

Man hält eine weiße Schale daneben und empfindet sie als «zu groß», wechselt dann zu einem zarten Blauton. Farbe, Form und Größe stellen sich gleichzeitig in Frage. Tritt man vor den Baum, empfängt man alles auf einmal — das Gefühl bewegt sich, noch bevor die Theorie einsetzen kann.

Die Herbstfrüchte — schon jetzt im Geist

Die Blätter des Feuerdorns sind grün. Doch im Herbst färben sich die Früchte gelb. Man entscheidet nicht allein nach dem, was man jetzt sieht, sondern liest auch voraus, wie der Baum sein wird — und wählt die Schalenfarbe danach. Grün auf Grün geht unter. Deshalb kommt Weiß oder ein zartes Blau zur Geltung. Wenn man bis dahin mitdenken kann, öffnet sich die Schalenauswahl in eine andere Tiefe.

Eine Schale zu wählen bedeutet, den Baum so zu betrachten, wie er heute ist — und dabei auch der Stimme einer Jahreszeit zu lauschen, die noch nicht gekommen ist. Anlegen, vergleichen, neu empfinden — in dieser Abfolge zeigt sich, Schritt für Schritt, was sichtbar werden will.

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