Bonsai-Arten und Wuchsformen

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Von der Japanischen Schwarzkiefer und dem Chinesischen Wacholder bis zu den Laubgehölzen — Bonsai-Arten und grundlegende Baumformen werden gemeinsam am lebenden Baum erkundet. Geschwungene Aufrechtform, Kaskadenform, Mehrstämmige Form — wenn diese Formen einen Namen bekommen, verändert sich der Blick auf den Baum vor einem. Zu welcher Form man sich hingezogen fühlt: von dort beginnt der eigene Weg im Bonsai.

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Baumart · Wuchsform Einführung Dreizahn-Ahorn Eibe Goyomatsu Japanische Schwarzkiefer Rote Kiefer Shimpaku Ganzjährig

Wenn Dinge einen Namen bekommen, weitet sich die Welt

Nadelgehölze, Laubgehölze, Blütenbäume, Fruchtbäume, Beipflanzen — in der Welt des Bonsai gibt es Kategorien, an denen man achtlos vorübergeht, wenn man sie nicht kennt. Stehen Japanische Schwarzkiefer und Japanische Mädchenkiefer nebeneinander, bleibt beides ohne Wissen einfach «Kiefer».

Am lebenden Baum wird ein Name nach dem anderen weitergereicht. Nicht als Wissensstoff, sondern als Worte, die die Wahrnehmung verändern — in dem Moment, da ein Baum einen Namen trägt, sieht man ihn vielleicht ein wenig anders.

Was die Geschwungene Aufrechtform über das «Klassische» sagt

Wurzelausbreitung, ein S-förmig bewegter Stamm, ein ungleichseitiges Dreieck. Wenn diese drei Elemente zusammenkommen, zeigt sich die Geschwungene Aufrechtform — die grundlegende Bonsai-Baumform. Sie wirkt ausgewogen und schwankt doch irgendwie. Sie folgt einem Muster, und doch gleicht kein Exemplar dem anderen.

«Das Klassische» ist kein Käfig. Wer es kennt, kann sich davon lösen. Die drei Elemente sind ein Ausgangspunkt — wohin der Weg führt, liegt in den Händen jedes Einzelnen.

Die Kaskadenform — ein Baum, der mit der Schwerkraft lebt

Die Kaskadenform, bei der der Baum aus der Schale hinabhängt, ist anders als jede andere Baumform. Nicht aufwärts, nicht zur Seite — sondern nach unten. Als hätte man die Erinnerung an einen Baum, der an einer schroffen Felswand wächst, in einer Schale festgehalten.

Mehrstämmige Form, Literatenstil, große Kaskadenform — jede Bonsai-Baumform ist eine Erinnerung an den Dialog mit der Natur. Keine ist besser, keine schlechter. Zu welcher Form man sich hingezogen fühlt — das wird zum Ausgangspunkt des eigenen Bonsai-Weges.

Am Ende der Kategorien steht man selbst

Kein Bonsai gleicht dem anderen. Die Baumform zu suchen und zu gestalten, die dem eigenen Bild entspricht — das ist eine der Freuden des Weges, den Bonsai bedeutet.

Namen und Kategorien zu kennen bedeutet nicht, sich Antworten zu leihen. Erst durch Worte wird es möglich, sich zu fragen, was man mag und wohin man möchte — diese Fragen entstehen. Kategorien sind kein Ziel, sondern eine Vorbereitung darauf, die richtigen Fragen zu stellen.

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