Umtopfen von Kusamono

Anfänger: Ayumi Umtopfen — Anwendung

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Das Arrangement aus Goldfarn und Japanischem Kalmus, das als Beipflanze für eine Dreiteilige Präsentation herangezogen wurde, wird vom Kulturtopf in eine Glasierte Ausstellungsschale umgesetzt. Ein von unten durchgeführter Aluminiumdraht sichert den Wurzelstock, die Erdoberfläche wird mit Moosauflage gestaltet. Die Stimmung eines Beipflanzen-Arrangements entsteht nicht durch die Arbeit des Tages, sondern durch das, was über lange Zeit sorgsam aufgebaut wurde.

Ayumi / Uma / Fune
Umtopfen Kogane-Shida Sekishou Winter

Keine Nebenrolle

Wenn man einer Dreiteiligen Präsentation gegenübersteht, wandert der Blick zuerst zum Hauptbaum. Die Beipflanze gilt – ihrem Namen entsprechend – als bloße Ergänzung, als Nebenrolle. Doch lässt man diesen Gedanken ein wenig los, verändert sich das Bild.

Auch die Beipflanze ist ein unverzichtbarer Teil der Präsentation. Goldfarn und Japanischer Kalmus wurden in einem gemeinsamen Kulturtopf über lange Zeit sorgfältig herangezogen. Heute wird dieses Beipflanzen-Arrangement in die eigentliche Ausstellungsschale umgesetzt.

Die Entscheidung für eine rote Schale

Die Wahl fiel auf eine rote Glasierte Schale. Sie begleitet die Würde des Hauptbaums und bringt zugleich Helligkeit und Bewegung in die gesamte Präsentation. Diese Entscheidung entstand nicht aus der Schönheit der Beipflanze allein, sondern aus der Komposition der Präsentation als Ganzes. Die Wahl der Schale ist auch eine Frage danach, was man eigentlich zeigen möchte.

Die Pflanze wird in der Schale platziert, ein Aluminiumdraht wird von unten durchgezogen und ein U-förmiger Haken hält den Wurzelstock fest. Nicht festbinden, sondern stützen – dieser kleine Unterschied sorgt still für Stabilität im Ergebnis. Zum Schluss wird die Erde mit Moosauflage bedeckt, und die Gestalt der Präsentation findet ihre Form.

Die unsichtbare Zeit trägt die Präsentation

Was am selben Tag angefertigt wird, taugt nicht als Ausstellungsstück. In der Beipflanze wohnt die Zeit, die über Jahre in ihre Gestaltung geflossen ist – und erst diese Anhäufung lässt Stimmung entstehen.

Die Schönheit einer Ausstellung lässt sich nicht allein durch das Können des Tages erzeugen. Nicht der Vortag, nicht der vergangene Monat – die Vorbereitung begann vor vielen Jahren. Diese im Verborgenen angesammelten Jahre tragen still einen Teil der Präsentation. In einem einzelnen Stück Moos, in einem einzigen Grashalm wohnt all diese Zeit.

So wie der Hauptbaum seine Form über Jahre gewonnen hat, ist auch die Beipflanze durch Zeit zu dem geworden, was sie heute hier ist. Wenn eine Dreiteilige Präsentation als eine einzige Welt Bestand hat, überlagern sich darin mehrere Zeiten. Eine Präsentation ist vielleicht genau das: eine Verdichtung von Zeit.

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