Bonsai-Schalen (Ton) — Arten/Formen

Meister: Fune Substrat / Schale

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Welche Schale bringt diesen Baum zur Geltung? Koji Hiramatsu prüft anhand echter Exemplare, wie repräsentative Schalenformen – längliche Rechteckschale, Zierquittenförmige Schale, Vieleckschale – mit den entsprechenden Baumformen harmonieren: Geschwungene Aufrechtform, Chinesischer Wacholder, Kaskadenform. Daraus entfaltet sich auch die Perspektive auf das Zusammenstellen einer Präsentation.

Fune
Ausstellung Schalen・Dekorationen Ganzjährig

Was erzählt die Schale vom Bonsai?

Wenn man Schale und Baum nebeneinanderstellt, gibt es Momente, in denen man spürt: Hier stimmt etwas. Auch wenn man es nicht in Worte fassen kann – dieses Gefühl hat einen Grund. Diese Frage ist der Beginn einer Reise, auf der man sich diesem Grund Schritt für Schritt nähert.

Die längliche Rechteckschale wird häufig mit einer Geschwungenen Aufrechtform kombiniert, deren Stammansatz kraftvoll und geerdet wirkt. Zierquittenförmige oder ovale Schalen harmonieren mit lebhaften, sanft geschwungenen Baumformen. Für die Kaskadenform – bei der die Äste nach unten fallen – eignen sich tiefe, runde oder vieleckige Schalen. Es ist, als würden sich zwei Eindrücke einer Form einander annähern und überlagern.

Die Schwierigkeit der Nebenrolle

Die Aufgabe der Schale ist es, als Nebenrolle den Bonsai zu vollenden. Sie darf dem Hauptdarsteller nicht die Schau stehlen. Behauptet sich die Schale zu sehr, wandert der Blick vom Baum zur Schale. Dasselbe gilt für die Größe: Ist sie zu groß oder zu klein, verändert sich die Wirkung des Baumes.

Anders verhält es sich, wenn man eine ausdrucksstarke Schale mit Drachen- oder Tigermuster verwendet. Dann muss der Baum der Präsenz der Schale standhalten – sonst geht er unter. Auch wenn die Schale Nebenrolle ist: Die Frage, wem man den Vorrang gibt, wird immer im Blick auf beide entschieden. Ob sie sich gegenseitig heben oder sich gegenseitig auffressen – diese Grenze ist überraschend fein.

Die Präsentation beginnt, wenn man alles nebeneinanderstellt

Solange man nur eine einzige Schale betrachtet, lässt sich oft nicht beurteilen, was zusammenpasst. Doch sobald mehrere Bäume auf einem Regal oder einer Präsentationsfläche nebeneinanderstehen, tritt die Frage des Gleichgewichts zutage. Sind die Formen zu einheitlich, wirkt es eintönig. Sticht eine Farbe heraus, bleibt der Blick genau dort hängen.

Deshalb ist es sinnvoll, mehrere Schalen in verschiedenen Formen und Farben zur Hand zu haben. Ohne Auswahl keine Anpassung. Es gibt vieles im Bonsai, das sich erst zeigt, wenn man vor einer echten Präsentation steht.

Vom eigenen Geschmack aus das Ganze betrachten

Man darf ruhig mit dem beginnen, was einem gefällt. Doch sobald diese eine Schale in einer Präsentation ihren Platz einnimmt, verändert sich, was man sieht. Zwischen persönlichem Geschmack und dem Gesamtgefüge hin- und herzugehen, und dabei Entscheidung um Entscheidung zu treffen – das ist der Weg.

Einen Baum wählen, eine Schale wählen, die Anordnung abstimmen. Diese Schritte zusammen ergeben das Bild, das eine Präsentation ist. Die Schalenauswahl gehört zu den Freuden des Bonsai. Wenn man ihr als Freude begegnet, erscheint auch ihre Schwierigkeit in einem etwas anderen Licht.

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