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Die Vollendung einer Felsbepflanzung mit Chinesischem Wacholder — um zu verhindern, dass die Torfige Tonerde durch das Gießen ausgespült wird, wird Moosauflage aufgebracht, und Goldfarn sowie Japanischer Staudenknöterich werden in die Vertiefungen des Steins gesetzt. Mit U-förmigen Kupferdrähten befestigt und die Beipflanzen platziert — Schritt für Schritt nimmt die Naturlandschaft, die der Gestalter vor Augen hat, Form an.
Die Felsbepflanzung endet nicht in dem Moment, in dem der Baum vollendet ist. Nachdem die Wurzeln befestigt, die Torfige Tonerde aufgetragen und der Draht gewickelt wurde, bleibt noch eine weitere Aufgabe.
Die Torfige Tonerde wird beim jedem Gießen nach und nach ausgespült. Lässt man das geschehen, legen sich die Wurzeln frei, und die Lebenslinie des Baumes wird peu à peu durchtrennt. Deshalb wird Moosauflage aufgebracht — doch das ist nicht nur zum Schutz.
Moos, dessen Wurzeln gekürzt und in der Dicke angepasst wurden, wird so aufgedrückt, dass es die gesamte Torfige Tonerde bedeckt. Anschließend werden U-förmig gebogene Kupferdrähte eingesteckt, damit es nicht abfällt. Es wirkt wie ein unscheinbarer Schritt. Und doch ist es diese stille Handarbeit, die dem fertigen Werk sein Gesicht gibt.
Schützen und Verschönern geschehen hier gleichzeitig. Moos als Funktion und Moos als Ästhetik — diese beiden lassen sich nicht getrennt betrachten. Die Felsbepflanzung als Form trägt diese Eigenschaft von Natur aus in sich.
«Ein Stein allein wirkt schal.» In diesem einen Satz verdichtet sich der Blick des Gestalters. Goldfarn und Japanischer Staudenknöterich — man liest die Vertiefungen des Steins, fixiert die Wurzeln mit Torfiger Tonerde und bedeckt alles wieder mit Moos. Die Wurzeln der Beipflanzen werden behandelt, die Größe angepasst, und im Dialog mit der Topografie des Steins wird alles platziert.
«Eine meiner ganz besonderen Lieblingsbeipflanzen.» Vor der Technik steht die Zuneigung. Was wohin gesetzt wird, ist keine Suche nach der richtigen Antwort, sondern ein Spiegel dessen, was im Inneren des Gestalters lebt.
Wenn alle Schritte abgeschlossen sind, erhebt sich dort eine Landschaft. Der Chinesische Wacholder umschlingt den Stein, am Fuß breitet das Moos sein Grün aus, und der Goldfarn wiegt sich leise — ein Ausschnitt der Natur, wie eine verborgene Ecke einer Bergklippe.
Die Technik ist das Fundament. Doch was man darauf erblickt und was man dort platziert, kann nur der Gestalter selbst entscheiden. Die Vollendung einer Felsbepflanzung ist immer eine Arbeit, bei der die innere Landschaft eines Menschen in eine kleine Schale herabgetragen wird.
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