Der Weg zur Kokufu-ten #5 Wie man Shimpaku auf dem Regal anordnet

Meister: Fune Weg zur Ausstellung

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Die abschließende Feinabstimmung an einem Chinesischen Wacholder, zwei Monate vor der Teilnahme an der Kokufu-ten. Durch sorgfältigen Formschnitt von Ästen, die über die Astpolster hinausragen, und von herabhängenden Blättern richten sich die Astspitzen auf natürliche Weise auf, und der gesamte Baum wirkt lebendig. Ein stiller, behutsamer Schritt in Richtung der Ausstellungsbühne.

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Fune
Beschneiden Regalbau Shimpaku Frühling Herbst

Astpolster aufbauen

Wenn ich die Äste bearbeite, schaue ich nicht auf einen einzelnen Ast. Ich betrachte die Silhouette des gesamten Astpolsters — als Masse, und wie diese Form im Raum zur Ruhe kommt.

Die Astarbeit beim Bonsai entsteht durch das Übereinanderschichten von Astpolstern. Erst wenn jedes einzelne Polster als eigenständige Masse geordnet ist, bekommt das Ganze seine Bedeutung. Geraten die Astpolster in Unordnung, wird der Baum nicht verdichtet — egal wie viel Mühe man in die Details steckt.

Was uns herabhängende Äste lehren

Äste, die über das Astpolster hinausragen, Blätter, die nach unten hängen — nimmt man sie sorgfältig weg, richten sich die verbliebenen Astspitzen auf natürliche Weise nach oben. Ein Moment, in dem der ganze Baum gleichsam den Rücken aufrichtet.

Erst wenn man das Überflüssige wegnimmt, wird manches sichtbar.

Den Schnitt verbergen

Beim Formschnitt vor einer Ausstellung setze ich die Schere an Stellen und in Winkeln an, die von vorne nicht sichtbar sind. Dass die Schnittstellen sich bräunlich verfärben, ist von Anfang an einkalkuliert. Deshalb richtet sich die Aufmerksamkeit weniger darauf, wo geschnitten wird, sondern vielmehr darauf, wie geschnitten werden muss, damit es unsichtbar bleibt.

Ein Rückast, der nach hinten wächst, ist keine Unordnung. Dieser von vorne unsichtbare Ast schafft Tiefe und Dreidimensionalität. Die Rückseite trägt die Vorderseite.

Heute nicht übertreiben

Eigentlich ist die Vorbereitung für eine Ausstellung wie die Kokufu-ten eine Angelegenheit von mehreren Jahren, in denen der Baum ausreift. Diesmal begann die Arbeit im Mai — ein ungewöhnlicher Weg. Dennoch hat die Pflege über ein halbes Jahr Früchte getragen, und der Baum zeigt nun ein reiches Blattvolumen.

Das Ideal kennen und dennoch das Beste aus dem gegenwärtigen Zustand wählen. In der Vorausschau auf das Umtopfen unmittelbar vor der Ausstellung endet die heutige Arbeit hier. Auch Maß zu halten ist Teil des Urteilsvermögens.

Den Chinesischen Wacholder mit noch anliegendem Aluminiumdraht einzureichen — in dieser Entscheidung liegt eine stille Entschlossenheit, eine Reise ohne Ende zu gehen.

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0 Responses

  1. It is a lovely tree, I hope I can see it at the Kokofu ten next month. Do you know if it is in the first or second part of the show?

    1. The juniper tree featured in our video will be displayed during the first part of the Kokofu-ten exhibition in early February.