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Der Frühling der Japanischen Schwarzkiefer ist die Jahreszeit, in der man den Baum auf das Knospenzupfen im Juni vorbereitet. Was Koji Hiramatsu an einem einzelnen Baum zeigt, ist Knospenzupfen, Pollenentfernung, Düngen und aufmerksamer Blick auf Schädlinge — eine stille, sorgfältige Arbeit, in der viele Entscheidungen zusammenkommen. Was man in diesem Frühling wählt, bestimmt das Bild des Baumes im Sommer.
Im Frühling beginnen die Knospen der Japanischen Schwarzkiefer kräftig auszutreiben. Wenn man diese Lebendigkeit beobachtet, möchte man fast denken: «So soll es einfach wachsen.» Doch Koji Hiramatsu greift zuerst nach den Spitzen der zu stark gewachsenen Knospen. Nicht von der Basis, sondern mittendrin — brechen.
Was in dieser Geste steckt, ist mehr als bloße Korrektur. Wer das Starke zurückhält, lässt die Kraft zum Schwachen fließen. Man betrachtet den Baum nicht Ast für Ast, sondern sieht die Kraft, die durch das Ganze strömt. Das Starke zu dämpfen bedeutet, anderswo eine Knospe zum Leben zu bringen. Wer das einmal begreift, sieht das Knospenzupfen als eine ganz andere Arbeit.
Zur Zeit der männlichen Blüten wirbelt bei jeder Berührung der Japanischen Schwarzkiefer Pollen auf. Auch das Entfernen dieses Pollens gehört zu den Frühlingsarbeiten. Sind die Blüten noch hart, lassen sie sich schlecht abnehmen, und dabei bricht leicht eine benachbarte Knospe ab. Wenn sie weich geworden sind — sorgfältig, vollständig.
Nicht zu hastig, aber auch nicht auf später verschieben. Den Zustand des Baumes lesen und den richtigen Moment wählen — bei der Pflege der Japanischen Schwarzkiefer häufen sich solche Entscheidungen.
Düngen, Schädlingskontrolle — alles führt hin zum Knospenzupfen im Juni. In der Pflege der Japanischen Schwarzkiefer ist das Knospenzupfen eine der arbeitsintensivsten Phasen. Die Qualität dieser Arbeit hängt davon ab, wie sorgfältig man den Baum in diesem Frühling vorbereitet hat.
Das Jetzt mit Blick auf das Später wählen. Ohne Hast, aber ohne Nachlässigkeit — die Frühlingsarbeit trägt diese stille Voraussicht in sich.
Der Umgang mit Schädlingen beginnt nicht erst, wenn sie aufgetreten sind. Blattläuse kontrollieren, gegen Milben gewappnet sein. Als selbstverständlicher Teil des Frühlingsablaufs den Blick hinwenden — wenn man jedes einzelne Blatt betrachtet, ist das weniger Schädlingsbekämpfung als vielmehr die Gewohnheit des Beobachtens.
Wer genau hinschaut, bemerkt Veränderungen. Wer Veränderungen bemerkt, hat Handlungsmöglichkeiten. Kiefernmilben lassen die Nadeln vergilben und beeinflussen das gesamte Wachstum des Jahres. Deshalb schaut man im Frühling hin. Um im Herbst keine Schwierigkeiten zu haben, geht man den heutigen Tag sorgfältig.
Wenn der Frühling zu Ende geht, ist der Blick des Sensei bereits auf das Knospenzupfen im Juni gerichtet. Die Zeit, die man mit dem Baum verbringt, lebt immer zugleich in der Jahreszeit, die noch kommt, und in der Handarbeit des gegenwärtigen Moments.
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