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Blattauslichten bei der Japanischen Schwarzkiefer. Indem die Blätter der starken äußeren Knospen vermindert werden, unterstützt man die schwachen Innenknospen, zu denen weder Licht noch Nährstoffe gelangen — ein wichtiger Frühjahrsschritt, bei dem je nach Knospenstärke 3 bis 5 Blätter als Richtwert dienen. Gemeinsam mit Koji Hiramatsu prüfen wir Blatt für Blatt jede einzelne Entscheidung.
Wenn die äußeren Knospen kräftig austreiben, werden die Innenknospen still und schwach. Das Licht erreicht sie nicht, die Nährstoffe werden ihnen entzogen. Lässt man das so, verarmt das Innere des Baumes auf leise Weise.
Was Koji Hiramatsu beim Blattauslichten vollzieht, ist mehr als bloßes Aufräumen. Indem er die Blätter der starken Knospen vermindert, lenkt er den Energiefluss bewusst um. Wer außen bremst, lässt innen ankommen. Dieser Widerspruch ist der Kern dieser Arbeit.
Beim Entfernen des Altlaubs muss die Fingerbewegung stets «zur Triebspitze hin» gerichtet sein. Zieht man zur Basis, wird die Rinde beschädigt und die Knospe verletzt. Allein die Richtung der Kraft verändert die Wirkung auf den Baum vollständig.
Den Astansatz sanft mit den Fingern stützen, die umliegenden Äste sorgfältig meiden und die Blätter eines nach dem anderen behutsam herausziehen. Diese Arbeit ist nicht dazu da, um rasch abgehakt zu werden.
Für starke Knospen 3 Blätter, für mittlere 4, für schwache 5 — es gibt einen Richtwert für die verbleibende Blattanzahl. Beim Starken weniger, beim Schwachen mehr. Dieser Grundsatz durchzieht alle Entscheidungen.
Doch die Zahlen sind lediglich ein Einstieg. Die Knospenstärke unterscheidet sich von Baum zu Baum. Eine schwache Knospe, die von Anfang an nur 4 Blätter trägt, lässt man unberührt. Den Richtwert kennen und dann den Baum vor sich erneut in Augenschein nehmen — nur in dieser Wiederholung reift das Urteilsvermögen.
An den Innenknospen wird nicht gerührt. Auch wenn sie jetzt noch klein sind, werden ihre Blätter geschont.
Der Grund ist einfach: Wenn eines Tages die starken Äste der Triebspitzen zurückgeschnitten werden, sind es diese Innenknospen, die deren Aufgabe übernehmen. In der heutigen Arbeit ist das Bild des Baumes in einigen Jahren bereits eingewoben.
Die Spitze schwächen, das Innere stärken, die Innenknospen schützen. Eine einzige Arbeit, die sich durch die Zeit hindurch verbindet. Beim Tun lernen — die Bedeutung dieser Worte scheint einem erst nach getaner Arbeit, ganz allmählich, klar zu werden.
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