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Zur Vorbereitung des Umtopfens beim Chinesischen Wacholder werden Drainagegitter und Befestigungsdraht eingesetzt. Die Länge des Drahtes, die Art der Fixierung — bei Laubgehölzen und Chinesischem Wacholder liegt der Schwerpunkt des Baumes woanders, und schon ändert sich das Vorgehen. Wo liegt das Gewicht? Diese Frage wohnt in jeder einzelnen Handlung der Vorbereitung.
Bevor das eigentliche Umtopfen beginnt, steht die Vorbereitung der Schale. Das gereinigte Gefäß wird mit einem Drainagegitter ausgelegt, dann wird der Draht zum Fixieren des Baumes eingesetzt. Ein unscheinbarer Arbeitsschritt — und doch ist hier bereits Urteilsvermögen gefragt.
Den Draht von Anfang an großzügig bemessen. Wird er zu kurz eingesetzt, reicht er beim eigentlichen Einpflanzen nicht aus. So banal es klingt — hier zeigt sich das Wesen des Umtopfens: In einer Abfolge von Schritten, die sich kaum korrigieren lassen, ist die Vorbereitung der einzige Moment, in dem man dem Kommenden vorausdenken kann. Wer hier Spielraum schafft, arbeitet später ruhiger.
Wie der Draht befestigt wird, hängt vom Baum ab. Bei Laubgehölzen wird der von unten durchgeführte Draht mit einem Haken fixiert. Beim Chinesischen Wacholder ist das anders — der Draht wird von unten durchgezogen und oben zusammengebunden.
Warum? Der Chinesische Wacholder ist ein Baum mit viel Volumen im oberen Bereich. Die Erdmenge, die in die Schale passt, ist verhältnismäßig gering, der Schwerpunkt liegt tendenziell weit oben. Ein einfacher Haken kann dieses Gewicht nicht sicher halten. Erst wenn der von unten geführte Draht oben fest zusammengebunden wird, lässt sich der Baum wirklich sichern.
Es geht nicht darum, auswendig zu lernen: «Beim Chinesischen Wacholder macht man es so.» Wo liegt das Gewicht dieses Baumes? — Von dieser Beobachtung aus wird die Methode rückwärts erschlossen. Selbst bei derselben «Schalenvorbereitung» entscheidet es sich, ob man den Baum vor sich wirklich liest — oder nicht.
Die Vorbereitungsphase ist keine «Vorstufe» des Umtopfens. Den Baum in seiner Form wahrnehmen, den Schwerpunkt erahnen, die Fixiermethode durchdenken — das Umtopfen hat hier bereits begonnen.
Das Drainagegitter einlegen, den Draht durchführen, die Länge prüfen. In jeder dieser kleinen Handlungen lebt die Frage: «Wie gehe ich mit diesem Baum um?»
Schritte zu kennen und einen Baum zu lesen — das sind zwei verschiedene Fähigkeiten. Die erste kommt mit Wiederholung. Die zweite wächst langsam, im Verhältnis dazu, wie viel Zeit man schweigend vor dem Baum verbracht hat. Die Vorbereitung des Umtopfens ist der Ort, an dem sich beide still berühren.
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