Wie man Jin- und Shari-Teile reinigt

Meister: Fune Umtopfen — Anwendung

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Das Totholz an Stamm und Ast des Chinesischen Wacholders ist zugleich die Schönheit des Baumes und eine mögliche Eintrittspforte für Fäulnis. Vor dem Umtopfen wird es mit Spritzpistole oder Drahtbürste sorgfältig gereinigt; wenn der Baum zur Ruhe gekommen ist, wird Schwefelkalkbrühe aufgetragen. Diese zusammenhängende Pflege bewahrt die Zeit, die im Chinesischen Wacholder steckt.

Uma / Fune
Pflege Umtopfen Shimpaku Winter

Wenn Totholz an Stamm und Ast fault

Der Chinesische Wacholder ist ein Baum, der durch sein Totholz spricht. Das weiß abgeschabte Holz verleiht dem Baum das Gewicht der Zeit und zieht den Betrachter still in seinen Bann.

Doch dieser selbe Bereich kann auch zur Eintrittspforte für Fäulnis werden. Ein bläulich-moosiger Belag — lässt man ihn unbeachtet, beginnt dort der Verfall. Was den Kern der Schönheit ausmacht, wird zur verwundbaren Stelle, wenn die Pflege nachlässt. Deshalb ist zwei- bis dreimal im Jahr eine Reinigung notwendig.

Die Arbeit des Abwaschens

Mit einer Spritzpistole wird Wasserdruck aufgebaut, um den Belag sorgfältig zu entfernen. Zu viel Druck kann die benachbarte Lebendader — den lebenden Teil des Baumes — beschädigen. Deshalb achtet man auf die Richtung der Düse: zielgerichtet, aber behutsam.

Wer keine Spritzpistole hat, kann auch eine Drahtbürste oder eine Zahnbürste verwenden. Das Mittel ist zweitrangig. Aber was getan werden muss, darf nicht unterlassen werden. Diese Haltung ist es, die den Chinesischen Wacholder als solchen am Leben erhält.

Von der Reinigung zum Schutz — als ein einziger Ablauf

Diese Arbeit ist in den Ablauf vor dem Umtopfen eingebettet. Die Reinigung wird abgeschlossen, das Umtopfen durchgeführt, und wenn der Baum zur Ruhe gekommen ist, wird die Schwefelkalkbrühe auf das gesamte Totholz an Stamm und Ast aufgetragen. Es sind keine drei getrennten Schritte, sondern eine einzige Abfolge.

Wenn die Schwefelkalkbrühe trocknet, tritt die Weiße des Stammtotholzes deutlich hervor und bildet einen Kontrast zum Braun der Lebendader. Das ist zugleich eine Wiederherstellung der Schönheit und ein Schutz gegen Fäulnis.

Schönheit zu bewahren bedeutet, den Baum am Leben zu erhalten

Das Totholz an Stamm und Ast ist das Zeugnis der Zeit, die der Baum durchlebt hat. Von Wind und Schnee abgetragen, abgestorben — und doch geblieben: dieser Teil gibt dem Chinesischen Wacholder seinen unverwechselbaren Ausdruck.

Dieses Zeugnis zu bewahren — den Belag zu entfernen, Fäulnis vorzubeugen, den Baum in die nächste Jahreszeit zu führen — ist letztlich dasselbe wie den Baum selbst zu schützen. Ein Moment, in dem Schönheit und Gesundheit zusammenfallen. Die unscheinbare Arbeit der Reinigung zeigt uns das, ganz leise.

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